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Lebensräume e.V.

                                                                                                                         

Am 06. September 1990 versammelten sich 19 Männer und Frauen. Die meisten stammten aus Neuruppin. Unter ihnen befanden sich Ärzte, Lehrer, eine Krankenschwester, Betreuer, Psychologinnen, eine Gärtnerin und ein Lokführer. Sie gründeten gemeinsam den Verein “Lebensräume”. Sein Zweck: die Förderung und Integration von Menschen, die auf Grund ihrer Beeinträchtigung im Wohn-, Arbeits- und Freizeitbereich der Unterstützung bedürfen. Der Ursprung der Vereinsidee findet sich in den zerstörten Strukturen nach dem Fall der Mauer. Menschen, die mit ihren seelischen und geistigen Beeinträchtigungen in Heimen betreut wurden und in nahegelegenen Betrieben ihrer Arbeit nachgingen, standen vor dem Aus. Die Bezirksnervenklinik als Betreiber der Wohnheime sah sich im Wandel, die Trägerschaft musste den neuen Gesetzen angepaßt werden. Die Arbeitgeber der behinderten Menschen reduzierten die Arbeitsplätze unter den neuen wirtschaftlichen Bedingungen.

Die entstandene Lücke füllte der Verein “Lebensräume” ab dem 01. Februar 1991. Mit fachlich geschulten und engagierten Mitarbeitern wurde der Gutshof Neuruppin übernommen und die beiden Heime in Buskow und Linum (ehemaliger Standort Fehrbellin). Geld wurde bei verschiedenen Stellen in mühevoller Arbeit erkämpft. So konnte das große Gebäude auf dem Gutshof schrittweise saniert werden. Zwei neue Foliengewächshäuser begründeten eine gute Arbeitsgrundlage im Gartenbereich.

Als großes Vorhaben begann der Verein 1993 auf dem 70 Hektar großen Gelände hinter dem Gutshof die Anlage des Gutsparkes. Mit Fördermitteln aus verschiedenen Ministerien des Landes Brandenburg entstand in mehreren Abschnitten der erste Teil des Parks. Das besondere an der grünen Fläche: Sie ist unter ökologischen Aspekten geplant worden. Eine üppige Blumenwiese, alte Obstsorten, Feldholzinseln und Benjeshecken mit vielfältigen Büschen und Bäumen bilden den Grundstock.

Alle Versuche eine geförderte Behindertenwerkstatt auf dem Hof einzurichten schlugen fehl. So existierte ein einfacher Arbeitsrahmen, in dessen Gefüge im Garten gewirtschaftet wurde, im Keller Basteleien stattfanden und auf Baustellen Abriß- und Vorarbeiten für Firmen erbracht wurden. 1995 wurde der Arbeitsbereich in Form der Arbeitsräume gGmbH ausgelagert, um optimaler eine Arbeitsplatzschaffung für benachteiligte Menschen, getrennt vom unmittelbaren Heimbereich, betreiben zu können. Zwei gehörlose Frauen gesellten sich im Zuge dieser Aktion zum Gutshof. Eine kleine Wäscherei, ein Hühnerhof, ein Garten, Grünanlagenpflege und diverse Zuarbeiten auf dem Bau boten Beschäftigungs- und Zuverdienstmöglichkeiten für die von Lebensräume betreuten Menschen.

1996 vollzog sich innerhalb des Vereins ein komplexer Personalwandel in der Führungsebene. Wolfgang Eckhardt, ehemaliger Geschäftsführer der Arbeitsräume, wurde zum Vorstandsvorsitzenden des Vereins gewählt.

Im Jahre 1997 vertiefte sich die Zusammenarbeit mit dem Verein „Aufbruch”, den engagierte Mitarbeiter der Landesklinik gegründet hatten, um die Enthospitalisierung aus den psychiatrischen Einrichtungen voranzutreiben. In Kooperation mit dem Verein „Aufbruch“ wurde 1997 die Tagesstätte „Steinklee” für psychisch kranke Menschen geschaffen. Am 1. April 1998 gründeten die Vereine “Lebensräume” und “Aufbruch” gemeinsam die gemeinnützige Gesellschaft “Lebensräume”.

Der Verein Lebensräume widmet sich seitdem der Integration inzwischen ganz allgemein, indem Aktionen wie das kleine Drachenfest im Gutspark, der Ruppiner Lebenslauf und ein kuschliger Halloween-Abend am Lagerfeuer Kontaktpunkte bieten für jeden, der Lust dazu hat.

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